6 Sep 2026

Forderungen nach strengerer Regulierung von Glücksspielwerbung vor dem bundesweiten Aktionstag 2026

Beratungsstellen rufen zu strengeren Regeln für Glücksspielwerbung auf

Am 30. September 2026 findet der nationale Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt und Landesfachstellen für Suchtberatung in ganz Deutschland nutzen diesen Termin um deutlich strengere Vorschriften für Werbung im Glücksspielbereich zu fordern; Verena Küpperbusch von der NRW-Fachstelle gehört zu den Stimmen die eine klare Begrenzung der emotionalen und bonusbasierten Anzeigen verlangen da diese Werbung das Risiko von Schulden und Abhängigkeit systematisch herunterspiele.

Hintergründe zum Aktionstag und den beteiligten Beratungsstellen

Der Aktionstag dient seit Jahren als zentraler Termin um auf die Folgen von Glücksspielsucht aufmerksam zu machen und in diesem Jahr bündeln die Landesfachstellen ihre Kritik an der aktuellen Werbepraxis die sie als Normalisierung eines risikobehafteten Verhaltens sehen; sie verweisen darauf dass Anzeigen häufig mit Sportveranstaltungen verknüpft werden und Boni oder emotionale Botschaften in den Vordergrund stellen während die möglichen negativen Auswirkungen nur am Rande erwähnt werden.

Kritik an der Darstellung von Glücksspiel in der Werbung

Verena Küpperbusch und weitere Vertreter der Beratungsstellen erklären dass Werbemaßnahmen Glücksspiel als harmlosen Freizeitspaß präsentieren und dabei Bonussysteme sowie Verbindungen zu Sportevents nutzen um neue Zielgruppen anzusprechen; diese Vorgehensweise führe dazu dass die reale Gefahr von finanziellen Belastungen und Suchtentwicklung in den Hintergrund trete und illegale Angebote dadurch zusätzlich an Attraktivität gewinnen könnten.

Statistische Entwicklungen aus dem Glücksspiel-Survey 2025

Der Glücksspiel-Survey 2025 liefert Zahlen die zeigen dass bundesweit Millionen Menschen von problematischem Spielverhalten betroffen sind und auch in Nordrhein-Westfalen liegen die Werte deutlich über den Vorjahren; die zugrunde liegenden Erhebungen dokumentieren einen Anstieg sowohl bei legalen als auch bei illegalen Angeboten und unterstreichen damit den Handlungsbedarf den die Fachstellen zum Aktionstag thematisieren.

Statistiken zu Glücksspielsucht und Werbeausgaben in Deutschland

Verbindung zu illegalen Angeboten und regulatorischem Handlungsbedarf

Die Beratungsstellen weisen darauf hin dass unregulierte Werbung illegale Plattformen begünstigt und fordern daher verbindliche Vorgaben die eine klare Trennung zwischen Werbebotschaften und tatsächlichen Risiken sicherstellen; sie betonen dass ohne solche Regelungen die Zahl der Betroffenen weiter steigen könne und verweisen auf die Notwendigkeit bundesweit einheitlicher Standards die bereits in anderen europäischen Ländern erprobt sind.

Reaktionen und geplante Maßnahmen bis September 2026

Bis zum Aktionstag am 30. September 2026 wollen die Landesfachstellen Gespräche mit Politik und Aufsichtsbehörden intensivieren um konkrete Vorschläge für eine restriktivere Werberegulierung vorzulegen; dabei geht es um Beschränkungen bei der Nutzung von Sportverknüpfungen und um ein Verbot von Bonusversprechen in der Werbung die nach Einschätzung der Experten besonders junge Menschen ansprechen.

Zusammenfassung der Positionen

Die Forderungen der Suchtberatungsstellen bündeln sich in dem Wunsch nach einer Werbung die Risiken nicht verschweigt und illegale Angebote nicht indirekt fördert; die Daten des Glücksspiel-Survey 2025 bilden dabei die Grundlage für die Argumentation die Verena Küpperbusch und ihre Kolleginnen und Kollegen zum Aktionstag 2026 öffentlich machen werden.